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BRUSK

Musea Brugge zeigt Kunst und anderes Kulturerbe von Weltformat an 13 Standorten in der Stadtmitte. Schon seit 300 Jahren ist in Brügge die Tradition des Präsentierens von Kunst in temporären wie Dauerausstellungen lebendig. Mit BRUSK wird nun endlich das Jahrzehnte währende Problem des Mangels an geeigneten Räumlichkeiten für ältere und zeitgenössische Kunst behoben. Gleichzeitig wird auch Raum für die Lagerung und Untersuchung unserer reichen Sammlung geschaffen.

BRUSK Vooraanzicht avond Musea Brugge

Mit dem Bau einer neuen Ausstellungshalle und der Anlage eines neuen und hochkarätigen grünen Kunst-Standortes im Herzen des Brügger Museumsviertels investieren wir in eine neue innovative, zeitgemäße Kunstpolitik, die ihre Strahlkraft weit über unsere Landesgrenzen hinaus entfaltet. Raum für temporäre Ausstellungen ist für Brügge unverzichtbare Bedingung, wenn es als Stadt weiterhin und zunehmend eine Rolle als Motor für zeitgenössische Kultur in Flandern spielen will. BRUSK wird mehr als ein Ausstellungsort, es wird ein kreativer und künstlerischer „hub“ in der Stadt. Beim neuen Museumsgebäude – errichtet nach modernsten Standards – wurde größter Wert auf Nachhaltigkeit, architektonische Modernität und Harmonie gelegt.

Neuer Standort im Herzen des Brügger Museumsviertels

BRUSK Plattegrond site3 Musea Brugge

BRUSK ist Teil eines gestaffelten Großprojektes, bei dem ein Gelände von ungefähr zwei Hektar im Herzen des Brügger Museumsviertels komplett umgestaltet wird. Das Neubauprojekt BRUSK ist das Kernstück des Projekts. Hinzu kommen ein Forschungszentrum (Musea Brugge Centre for Collection Research) mit Museumsbibliothek und Raum für die wissenschaftliche Arbeit von Musea Brugge. Ebenfalls am Standort: das Groeningemuseum nebst zugehöriger Kapelle. All dies wird im Museumspark zu finden sein, einem neuen, grünen, öffentlich zugänglichen Begegnungsort in Brügge.

Die finanzielle Unterstützung der flämischen Regionalregierung von 27,2 Millionen Euro stellt einen wichtigen Anteil für die weitere Realisierung des Museums-Gesamtprojektes dar.

BRUSK ist der Startpunkt der Schaffung eines runderneuerten Standortes, der dem Brügger Museumkwartier neues Leben einhauchen wird.

Die vorhandenen Gebäude des Sint-Andreasinstituut werden renoviert und künftig das Forschungszentrum Musea Brugge Centre for Collection Research beherbergen. Zu diesem Forschungszentrum gehören neben der Museumsbibliothek auch das Kupferstichkabinett sowie die Diensträume der Konservatoren.

BRUSK entsteht gleich neben dem Groeningemuseum, das selber ebenfalls eine gründliche Renovierung und Umgestaltung benötigt. Sobald die Sammlung des Groeningemuseums im neuen BRUSK eine temporäre Heimstatt gefunden hat, wird die Restaurierung auch dieses Museums in Angriff genommen. Auch die Kapelle - der heutige Eingang des Groeningemuseums - wird in Angriff genommen.

BRUSK Onderzoekscentrum Musea Brugge

Forschungszentrum

BRUSK Ingang Groeningemuseum Musea Brugge

Kapelle

All diese Museumsgebäude werden von viel Grün umgeben sein. Dieser Museumspark wird zum Treffpunkt für Brügger ebenso wie für Besucher. Der wunderschöne bereits vorhandene Baumbestand wird zur Basis neuer hoher und niedriger Bepflanzung. Es soll Regenwasser aufgefangen werden und es ist zusätzliche Wasserrückhaltung geplant. Das Flüsschen Reie ist zurzeit für die Öffentlichkeit nicht sichtbar, da es hinter Grün verborgen verläuft. Nach der Neugestaltung wird die Reie in die Umgebung integriert sein und zu einem attraktiven gestalterischen Element des Parks.

BRUSK touchscreen
BRUSK signange facade 02
BRUSK Zicht vanop Reie Musea Brugge

Ein wichtiger Aspekt bei der Verwirklichung des Projekts ist Zugänglichkeit: Sowohl der Standort als auch die Gebäude werden für Rollstuhlfahrer und Menschen mit visueller Einschränkung bequem erreichbar sein. Besucher des Standortes sind zu Fuß wie auf dem Fahrrad willkommen und können ihr Auto am Stadtrand oder auf den öffentlichen Parkgelegenheiten abstellen. Der Standort selbst ist fahrrad- und autofrei.

Die Gestaltung von BRUSK ist das Ergebnis einer internationalen „design & build“-Maßnahme, bei der eine Jury auf Basis unterschiedlicher Kriterien zwischen fünf Entwürfen ausgewählt hat. Diese Entscheidungskommission hat das Team unter der Führung von Robbrecht en Daem architecten und Olivier Salens ausgewählt, gemeinsam mit CIT Red als Vorzugsbieter.

Zwei große Bereiche

Der öffentliche Bereich wird über eine barrierefreie Passage erschlossen, die für eine offene und transparente Ebene sorgt. Hier finden Sie den Empfangsbereich, die Bildungsbereiche, den Shop, die Aula und das Restaurant. Im ersten Stock befinden sich es zwei Ausstellungsräume, die alles haben, was zur Veranstaltung großer, internationaler Ausstellungen benötigt wird. Die Räume sind flexibel nutzbar und zeichnen sich durch die Höhe einer Kathedrale, natürliches Nordlicht und die Blickachsen sowohl auf den Belfried als auch auf die Onze-Lieve-Vrouwekerk (Liebfrauenkirche) aus.

BRUSK Vooraanzicht Musea Brugge
BRUSK Gelijkvloers Musea Brugge
BRUSK Kleine hal Musea Brugge
BRUSK Grote hal Musea Brugge

Den öffentlichen Teil des Gebäudes flankiert der nicht öffentlich zugängliche Teil. Hier befinden sich die Depots für Malerei und die Graphische Sammlung. Hier befinden sich Restaurierungsateliers sowie Arbeits- und Lagerflächen für die Vorbereitung von Ausstellungen. Ganz oben befinden sich Arbeitsräume für die Mitarbeiter von Musea Brugge.

Mit dem Namen BRUSK möchte sich Musea Brugge, im Einklang mit der zeitgenössischen Kulturpolitik, markant und innovativ auf der kulturellen Landkarte platzieren. BRUSK kann als Akronym für vieles stehen: „Brugge + Stimulans + Kunst(en)“ (Brügge + Stimulans + Kunst (oder Künste)) oder „Schone + Kunsten“ (Schöne + Künste) oder + „Stedelijke + Kunsthal“ (Städtische + Kunsthalle) oder + „Stedelijk + Kunstencentrum“ (Städtisches + Kunstzentrum)… Mit BRUSK setzt die Stadt auf innovative Ausstellungen, einschließlich zeitgenössischer Möglichkeiten im Bereich Präsentation.

BRUSK stadszicht Musea Brugge

Ein nachhaltiger Schritt nach vorn

Dieses Museumsprojekt bietet viele Möglichkeiten: für ein großartiges Kunsterlebnis, für die Bewahrung und Erschließung unseres Kulturerbes, für neuen öffentlichen Raum, für zusätzliches Grün in der Stadt, aber auch für die ehrgeizigen Klimaziele von Brügge. Die Gestaltung von BRUSK genügt zeitgemäßen Nachhaltigkeitsstandards.

BRUSK Zicht op gebouw Musea Brugge

Die Dächer der beiden Ausstellungshallen und die Westfassade der Haupthalle sind vollständig mit dunkelgrünen, stromerzeugenden Glasschindeln verkleidet, die das Gebäude mit nachhaltiger Energie versorgen. Damit ist das Gebäude mehr als doppelt so energieeffizient wie es der aktuelle BEN-Standard (Norm für fast-klimaneutrales Bauen in Belgien) vorsieht. Das Gebäude entspricht auch weitestgehend den Standards des zirkulären Bauens.

Außerdem machen wir mit der Renovierung des Groeningemuseums und der Kapelle einen großen Schritt in Richtung gut isolierter und energieeffizienter Gebäude für Brügge. Alle Gebäude auf dem Museumsgelände sind mit einem Erdsonden-Wärmespeicher verbunden, der im Winter zum Heizen genutzt wird und im Sommer für Kühlung sorgt. Auch andere Gebäude im Museumkwartier, wie das Koets- und das Arentshuis, werden künftig an das Wärmenetz angeschlossen.

Zeitplan

Im Dezember 2021 hat die Stadt Brügge den Antrag für den Erhalt der Umweltgenehmigung für das Museumsgelände gestellt. Es wurde im Juni 2022 gebilligt und ist seit Juli endgültig und vollstreckbar. Im August begannen wir mit dem Abriss der Schulgebäude. Daran schließen sich die archäologischen Untersuchungen und die eigentlichen Bauarbeiten an.

  • Phase 1: Bau von BRUSK, Renovierung des Forschungszentrums und Gestaltung der unmittelbaren Umgebung
  • Phase 2A: Renovierung und Neueinrichtung des Groeningemuseums und der Kapelle
  • Phase 2B: Anlage des Museumparks

Images/credits: Design by Robbrecht en Daem architecten & Olivier Salens architecten, Image by MakeMe.

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