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Flämische Forschungszentrum für die Kunst in den burgundischen Niederlanden

Das Flämische Forschungszentrum initiiert, unterstützt, stimuliert und profiliert Forschung in Bezug auf die flämische Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts.

Das Forschungszentrum organisiert Projekte und Initiativen, die eine Brücke zwischen der musealen und akademischen Welt bilden.

Das Forschungszentrum ist gemeinsam mit der Bibliothek eine Plattform für Museumsmitarbeiter, Forscher, Fachleute und die interessierte Öffentlichkeit. Forscher können in der Bibliothek einen Arbeitsplatz für langfristige Forschungsprojekte in Bezug auf Werke der Sammlungen von Musea Brugge reservieren. Ferner möchte sich das Forschungszentrum als tonangebendes Zentrum für die Verbreitung und den Austauschs von kunsthistorischem Wissen über die burgundische Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts auszeichnen. Das Zentrum organisiert und koordiniert Lesungen, Kolloquien und Publikationen, unter anderem die Distinguished ions to the study of the arts in the Burgundian Netherlands (herausgegeben von Harvey Miller) - eine wissenschaftliche Publikation, die völlig im Einklang mit dem Auftrag steht. Ferner organisiert das Forschungszentrum akademische Programme, worunter eine akademische Summer School (mit Partnern) und die Musea Brugge Research School. Das Forschungszentrum nimmt auch an dieser Art von Programmen von Partnern teil.

Das Forschungszentrum setzt aktiv auf die Analyse von Gemälden mittels materialtechnischer Forschung mit der Infrarotreflektografie-Technik (IRR). Diese Technik wird intern mit spezialisierter Apparatur von Mitarbeitern angewendet, die über die nötige Expertise verfügen, um die Aufnahmen zu machen und die Bilder zu interpretieren. Die Technik wird im Forschungszentrum eingesetzt, um die eigene Sammlung unter die Lupe zu nehmen. Das gesammelte Wissen wird zudem (inter-) nationalen Partnern zur Verfügung gestellt. Das Forschungszentrum führt auch Forschungsprojekte für Externe aus oder unterstützt externe Forscher im Rahmen von Musea Brugge.

Das Forschungszentrum trägt die Verantwortung für die wissenschaftliche Genauigkeit der Informationen, die auf der Website Flemish Primitives | An online museum der gemeinnützigen Vereinigung "Vlaamse Kunstcollectie vzw“ angeboten werden.

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Das Forschungszentrum - eine Initiative des Groeningemuseum – wurde mit Mitwirkung der "Vlaamse Kunstcollectie vzw" und Subventionierung der flämischen öffentlichen Hand im Rahmen des Kulturerbe-Dekrets in Folge der Anerkennung des Groeningemuseum als Museum auf flämischer Ebene gegründet. 2015 wurde das Forschungszentrum von der "Vlaamse Kunstcollectie" entsendet und in der Stadt Brügge als Bestandteil der "Kenniscentrum vzw" untergebracht, einer übergreifenden Stadt-VoG.

Seit 2013 ist das flämische Forschungszentrum zusammen mit der Museumsbibliothek von Musea Brugge in den Gebäuden des Sint-Andreas Institute am Garenmarkt in Brügge untergebracht. Das Zentrum ist nach Vereinbarung zugänglich.

Das Zentrum wird von Till-Holger Borchert, dem Direktor von Musea Brugge und einem internationalen Beirat geleitet. Die Funktion des Forschungszentrums wird vom Koordinator Vanessa Paumen geleitet. Alle Mitarbeiter von Musea Brugge und der "Kenniscentrum vzw" mit einem inhaltlichen Fokus auf der Kunst der burgundischen Niederlande tragen zur Mission des Forschungszentrums bei. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 arbeitet das flämische Forschungszentrum strukturell und projektmäßig mit bedeutenden nationalen und internationalen Partnern im Kultur- und Kunstbereich zusammen: der "Vlaamse Kunstcollectie vzw" und ihrer Partnermuseen (das königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen, das Museum für Schöne Künste Gent, M Leuven); die KIK/IRPA (Brüssel); das Rubenianum (Antwerpen); das Ghent Interdisciplinary Centre for the Arts and Science (Universiteit Gent); die Katholieke Universiteit Leuven; das Museum für Schöne Künste Budapest; und das Courtauld Institute in London.